Und warum wir uns am 6. Dezember kleine Geschenke machen
Die meisten von uns werden vermutlich die Geschichte vom heiligen Nikolaus nicht kennen, denn so viel lernt man über ihn in der Schule nicht. Der 6. Dezember ist ein Tag, an dem Kinder und auch Erwachsene kleine Geschenke bekommen, Nüsse, Mandeln und Äpfel – genau so, wie es vor sehr langer Zeit der heilige Nikolaus begonnen hat.
Sehr lange Zeit heißt in diesem Fall etwa 300 Jahre vor Christus. Ein kleiner Junge namens Nikolaus soll damals mit seinen Eltern in Lykien (heute Türkei) glücklich gelebt haben, bis eines Tages seine Eltern starben und er darüber tieftraurig wurde. Diese Traurigkeit verließ ihn auch zunächst nicht mehr…und obwohl es in sehr großem Reichtum lebte, so hatte er doch keine Freude daran, weil die Menschen, die er liebte, nicht mehr da waren. Und als er hinaus in die Stadt ging und sah, in welchem Elend andere Menschen lebten, beschloss er, diesen zukünftig zu helfen und sie zu unterstützen, wo er nur konnte. Der Legende nach ließ er auf seinen Mantel große Taschen nähen, um immer genügend Geschenke für die Armen darin verstauen zu können. Und so begann er, sein Leben, dem Schutz bedürftiger und armer Menschen zu widmen. Schließlich pilgerte er auch ins heilige Land und begann, Gottes Wort zu verbreiten. Und als er eines Tages zurückkehrte in seine Heimat, ernannte man ihn dort zum Bischof.
Nikolaus war Zeit seines Lebens im Dienste anderer Menschen unterwegs. Er half und spendete Geld und gute Worte, wo immer er konnte. Und das können wir auch.

Weihnachtsmaus

Es kostet uns nichts, für andere da zu sein, einander zuzuhören, Zeit für den anderen zu haben. Und ja, wir dürfen auch Geld oder kleine Geschenke spenden für die, die unsere Hilfe nötig haben und denen es vielleicht nicht so gut geht. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es genug für alle Menschen gibt und in der wir uns die Zeit nehmen können, einander wirklich zu sehen und die Wünsche und Bedürfnisse anderer zu erkennen.

Dazu können wir auch unsere Kinder erziehen. Wir dürfen ihnen zeigen, wie sie anderen helfen können und das das Wort „Nächstenliebe“ kein leerer Begriff sein muß. Im Gegenteil! Gerade an einem Tag wie dem heutigen – am Nikolaustag – der übrigens der Geburtstag des heiligen Nikolaus ist, können wir uns auf Werte wie Nächstenliebe, Mitgefühl und Dankbarkeit besinnen.
Warum also nicht einmal schauen, wie man vielleicht eine kleine gute Tat vollbringen kann?
Das kann ein freundliches Wort sein, die schwere Tasche der alten Dame von nebenan zu tragen, ein paar Spielsachen und Bücher auszusortieren und in ein Kinderheim zu bringen, der eigenen Großmutter eine Geschichte vorlesen, der jungen Mutter aus dem Nebenhaus für eine Stunde ihr Baby spazieren zu fahren…es gibt unzählige Möglichkeiten, Gutes zu tun. Man muß sie nur ergreifen.

Und ich denke, dies zusammen mit den Kindern zu tun, ist eine schöne Gelegenheit, zu zeigen, was echte Gemeinschaft und Interesse am Anderen bedeutet und das der heilige Nikolaus noch heute lebendig ist.

Herzlich

Eure Manuela

P.S. Jetzt wisst ihr bestimmt auch, warum der heilige Nikolaus immer eine Bischofsmütze trägt!